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July 28, 2021

Was ist IoT eigentlich? - Eine einfache Erklärung des Internet of Things

Dominik Prause

In diesem Artikel möchte ich eine einfache Antwort auf die Frage „Was ist IoT“ geben. Ich versuche das Internet of Things so zu erklären, dass es meine Großmutter verstehen würde 😉

Was ist IoT?

Für jemanden, der für ein Internet of Things (IoT) Unternehmen arbeitet, ist man mit dieser Frage quasi täglich konfrontiert. Ob es nun Freunde, Bekannte oder Geschäftskontakte sind, spätestens bei der Frage was ich denn eigentlich so mache, komme ich eigentlich nicht daran vorbei zu erklären, was das IoT eigentlich ist.

Das Konzept des Internet of Things ist eigentlich recht einfach. Hier meine kurze und knackige Definition:
Das Internet der Dinge ist die Vernetzung aller Dinge dieser Welt über das Internet.

Alles klar, sagen Sie vielleicht.

Schöner Artikel.

Ein bisschen kurz vielleicht. Aber gut…

… OK, wir werden uns die Sache mit dem Internet of Things in den nächsten Abschnitten noch etwas genauer anschauen.

Bevor wir loslegen noch eine Sache. In diesem Artikel verwenden wir die Begriffe „Internet of Things“, „IoT“ und „Internet der Dinge“ gleichbedeutend und nehmen mal den einen oder den anderen.

Also nochmal, was ist IoT?

Der Begriff „Internet of Things“ bzw. „Internet der Dinge“ enthält zwei Begriffe. „Internet“ und „Ding“. Der Begriff „Internet“ setzt sich aus dem lateinisch stammenden Wort „Inter“, was übersetzt so viel wie „zwischen“ heißt und dem englischen Begriff „Net“ also Netz bzw. Netzwerk zusammen. Ein „Zwischennetz“ also!? Was kann man sich darunter vorstellen? Einfach gesagt ist das Internet eine riesige Anzahl von Computern, die miteinander vernetzt sind. Das folgende Diagramm aus Wikipedia zeigt eindrucksvoll das Wachstum des Internets anhand der miteinander vernetzten Computer.

Quelle: Wikipedia

In unserem Artikel „Die 4 Wellen der Digitalisierung“ können Sie mehr über die Entwicklung des Internet und die Auswirkungen auf die Digitalisierung erfahren.

Kommen wir nun zum zweiten Begriff „Ding“. Laut Wikipedia ist ein Ding eine unspezifische Sache bzw. ein Gegenstand. Beispiele aus dem Alltag wären Glühbirnen, Kühlschränke, Kaffeeautomaten, Heizungssteuerungen, Industriemaschinen, Fahrzeuge, uvm.

Unter dem Begriff „Internet of Things“ versteht man also gemeinhin die Vernetzung von Alltagsgegenständen mit dem Internet. Hierfür müssen die „Alltagsgegenstände“ natürlich mit Elektronik und Software erweitert werden. D.h. aus der gemeinen Glühbirne wird die „smarte“ Glühbirne, indem man ihr einen kleinen Computer verpasst und sie mit der Fähigkeit ausstattet, Daten zu übertragen. Dadurch kann diese smarte Glühbirne dann von anderen Geräten wie z.B. einem Smartphone gesteuert werden.

Wir kommen also letztendlich wieder zur Definition des Internet of Things vom Anfang:

Das Internet der Dinge ist die Vernetzung aller Dinge dieser Welt über das Internet.

Welchen Nutzen bietet das IoT?

Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie hätten ein Smartphone aber keine Verbindung zum Internet.

KEIN NETZ! 😮

Ohne Internetverbindung hätten Apps wie WhatsApp, Facebook oder Google Maps entweder keinen oder nur einen sehr viel geringeren Nutzen. Ohne den nahtlosen Datenaustausch mit anderen Geräten über das Internet könnten wir z.B. keine Urlaubsbilder mit dem Smartphone zu einer anderen Person schicken, nicht die neusten Videos auf YouTube ansehen und auch keine aktuellen Stauinformation in Google Maps sehen.

Wie wir gesehen haben, werden durch die Möglichkeit des Informationsaustausches über das Internet Gegenstände (Dinge) smart. Und oftmals lässt sich durch smarte Dinge ein Mehrwert für die Nutzer generieren.

Nehmen wir nochmal das Smartphone. Durch die Verbindung des Smartphones mit dem Internet können wir z.B. fast jeden beliebigen Song auf der Welt anhören. Das Entscheidende hierbei ist, dass nicht alle Songs auf dem Smartphone gespeichert sein müssen. Es genügt, wenn der Song auf irgendeinem anderen mit dem Internet verbundenen Gerät gespeichert ist und das Smartphone den Song von dort direkt wiedergeben (streamen) kann.

Der entscheidende Punkt hier ist, dass das „smarte“ Gerät oder der „smarte“ Gegenstand nicht selbst ein „Supercomputer“ sein muss. Es genügt, sich mit einem Supercomputer zu verbinden und Daten austauschen zu können.

Die Vernetzung von Dingen ist der Schlüssel, um einen Mehrwert für Produkte zu generieren.

Durch die Vernetzung können somit auch recht günstige Produkte die Kapazitäten von Hochleistungscomputern und Rechenzentren nutzen.

Kommen wir nochmal auf das Beispiel mit der Glühbirne, die zur „smarten“ Glühbirne wird, zurück. Stellen Sie sich nun eine riesige Stadt mit zigtausenden Lampen vor. Wäre es da nicht sinnvoll, die Beleuchtung zentral steuern zu können, bzw. deren Zustand abzufragen. Um z.B. festzustellen, ob eine Lampe defekt ist und ersetzt werden muss, müssten hierfür nicht ständig Kontrollfahrten unternommen werden, sondern der Zustand jeder Lampe könnte in der Zentrale am Bildschirm angezeigt werden. Weiterhin könnte man die Lampen an das Verkehrsaufkommen und Umgebungsbedingungen anpassen, um große Mengen an Energie zu sparen, ohne die Sicherheit zu verringern.

Zusammenfassung

In diesem Artikel wurde eine nicht-technische Erklärung des IoT gegeben. Unter dem Begriff IoT versteht man, aus Gegenständen „smarte“ Gegenstände zu machen, die dann über das Internet Nachrichten austauschen können. Dadurch lassen sich in vielen Fällen Produkte entwickeln, die einen großen Mehrwert für Nutzer und Hersteller bieten können.